Lokalisiertes Schwitzen

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung.

Behandlung mit Aluminiumchlorid-haltigen Deos

Aluminiumchlorid wird in den meisten Deodorants zur Verminderung der Schweissproduktion eingesetzt. Im Falle einer lokalisierten Hyperhidrose wird das Aluminiumchlorid in einer deutlich höheren Konzentration als Lösung auf die schwitzenden Körperstellen aufgetragen. Ziel der mehrwöchigen Therapie ist die dauerhafte Rückbildung der Drüsen. Diese Behandlung eignet sich für Achselhöhlen, Hand- und Fussflächen. In letzter Zeit wurde viel über die Risiken von aluminiumhaltigen Deos diskutiert. Die Anwendung ist daher nicht unumstritten. 

Leitungswasser-Iontophorese

Bei der Iontophorese handelt es sich um eine sehr erfolgreiche Methode zur Behandlung von starkem Schwitzen im Bereich der Hände und Füsse. Dabei werden die Hände oder Füsse in einem speziellen Wasserbad mit einem schwachen, allenfalls gepulsten Gleichstrom behandelt. Dies führt nach vorherrschender Meinung zu einer Erhöhung der Reizschwelle der Schweissdrüsen, was zu einem verminderten Schwitzen führt. Für einen dauerhaften Erfolg ist eine Erhaltungstherapie ca. ein bis zweimal pro Woche notwendig.

Botulinumtoxin

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Eine Injektionsbehandlung mit Botulinumtoxin kann die Schweissproduktion unter den Achseln, an den Händen, Füssen und an der Stirn innerhalb weniger Tage erheblich vermindern. Vor der Behandlung mit Botulinumtoxin führen wir in unserer Praxis immer eine Schweisstestung durch, um das Ausmass des Schwitzens bildlich besser darstellen zu können. 
Botulinumtoxin wird stark verdünnt, oberflächlich in die Haut gespritzt, dabei gelangt es in die dort vorhandenen Schweissdrüsen und verhindert gezielt das Absondern von Schweiss.

Botulinumtoxinbehandlung gilt v.a. beim axillären Schwitzen als Goldstandart. Es ist eine äusserst erfolgreiche Methode um den Betroffenen zu besserem Wohbefinden zu verhelfen. Wir bieten Ihnen an, vor jeder Behandlung eine Kostengutsprachegesuch bei Ihrer Versicherung zu stellen, sodas die Kosten allenfalls von der Krankenkasse oder der Zusatzversicherung übernommen werden.